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Gastschulanträge und Zuweisungen im Mittelschulbereich


Autor: Kuen, aktualisiert am 06.09.2016 / Hits: 342

Grundsätzlich gilt die Sprengelpflicht nach Art. 42 BayEUG.

Hiervon können nun Situationen entstehen, die Ausnahme von der Sprengelpflicht erfordern.

Innerhalb eines Mittelschulverbunds bilden die Einzugsbereiche (ehemalige Hauptschulsprengel) der kooperierenden Schulen quasi den Sprengel. Die Schülerinnen und Schüler erfüllen ihre Schulpflicht in der Schule, in deren Einzugsbereich sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Die Verbundkoordinatorin oder der Verbundkoordinator kann aus pädagogischen Gründen, insbesondere zur Bildung von Ganztagsklassen und Mittlere-Reife-Klassen, abweichende Regelungen (sogenannte Zuweisungen innerhalb des Mittelschulverbunds) treffen.

Ein Schulwechsel über den Mittelschulverbundsprengel hinaus ist im Rahmen einer Zuweisung nach Art. 43 Abs. 2 BayEUG durch das Staatliche Schulamt möglich. Hier werden den Staatliche Schulämtern abschließend in den Nrn. 1 bis 5 des Art. 43 Abs. 2 BayEUG folgende Möglichkeiten der Zuweisung eröffnet,

  1. in Mittlere-Reife-Klassen und in Klassen und Unterrichtsgruppen, die für besondere pädagogische Aufgaben eingerichtet sind (= Zuweisungen an Klassen des gebundenen Ganztags, an Ü-Klassen, die Sportklassen der BBS, Kooperationsklassen, Praxisklassen und Ähnliches),
  1. zum Unterricht in einzelnen Fächern sowie zum Besuch eines offenen Ganztagsangebots.
  1. wenn sich in einer Jahrgangsstufe der Grundschule oder Mittelschule zu wenige Schülerinnen und Schüler für die Bildung einer Klasse befinden, im Benehmen mit den betroffenen Schulaufwandsträgern,
  1. in den Fällen des Art. 30a Abs. 4 (= Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Sehen, Hören sowie körperliche und motorische Entwicklung in die allgemeine Schulen, diese bedarf der Zustimmung des Schulaufwandsträgers) oder des Art. 86 Abs. 2 Nr. 8 (= Zuweisung an eine andere Schule der gleichen Schulart bei einer schulischen Gefährdung als Ordnungsmaßnahme)
  1. zum Unterricht in einer Schule nach Art. 30b Abs. 3, sofern diese einen von der Schule festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in einem Sprengel haben, dessen Schulaufwandsträger nach Art. 30b Abs. 3 Satz 1 zugestimmt hat (= Zuweisung in eine Schule mit dem Schulprofil „Inklusion).

All diese Zuweisungen sind grundsätzlich auch in einen anderen Schulamtsbezirk möglich, vgl. § 4 Abs. 4 MSO

„Liegen die Sprengelschule und die Gastschule in den Zuständigkeitsbereichen verschiedener Staatlicher Schulämter, entscheidet über Zuweisungen nach Art. 43 Abs. 2 BayEUG das für die Sprengelschule zuständige Schulamt; es gibt dem anderen Schulamt Gelegenheit zur Stellungnahme.“

Für alle weiteren Fälle, in denen eine Ausnahme von der Mittelschulverbundsprengpflicht nötig wird, bedarf es der Genehmigung eines gastweisen Schulbesuchs entsprechend Art. 43 Abs. 1 BayEUG. Also durch die Gemeinden



Staatliches Schulamt
in der Stadt Nürnberg
Lina-Ammon-Straße 28
90471 Nürnberg
Tel.: 0911 231106-99
Fax: 0911 231106-98
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