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Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen.


Autor: Kuen, aktualisiert am 13.02.2017 / Hits: 506

Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule unter den zehn stärksten Schulen in Deutschland auf Platz 6


6. Platz: Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule, Nürnberg (Bayern). Gewinner und Partner bei der Bundespreisverleihung „Starke Schule“ in Berlin,
v.l.n.r. Dr. h.c. Frank-J. Weise (Bundesagentur für Arbeit und Gemeinnützige Hertie-Stiftung), Siglinde Schweizer (Rektorin), Elena Moricone (Schülerin), Rebecca Uttenreuther (Schülerin), Dr. Gerhard Braun (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände), Dr. Clemens Börsig (Deutsche Bank Stiftung)

"Die Gewinnerschulen fördern gleichermaßen Persönlichkeit und Ausbildungsreife und damit die Teilhabe der Schülerinnen und Schüler an unserer Gesellschaft. Diese Schulen sind Orte, an denen sich Lehrkräfte besonders engagieren und Jugendliche gerne lernen. Mit Motivation, Netzwerken und einem Verständnis von Vielfalt als Chance werden hier gemeinsam für alle Jugendlichen echte Anschlussperspektiven erreicht“, so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie –Stiftung, stellvertretend für die Kooperationspartner.

Multikulturell zum erfolgreichen Schulabschluss

Die kulturelle Vielfalt wird an der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule als Bereicherung des Schulalltags angesehen. Mit großem Engagement werden Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund gezielt gefördert. In multinationalen Übergangsklassen werden die Schülerinnen und Schüler durch „Sprachlerneinheiten“ unterstützt und individuell auf den Schulabschluss vorbereitet. Auch die Eltern werden mit einbezogen: Bei dem regelmäßig stattfindenden Elterncafé, bei Elternabenden und Elterngesprächen, sorgen Elternlotsen dafür, dass sprachliche Barrieren überwunden werden.

In der systematischen Berufsorientierung und in der Vernetzung mit zahlreichen außerschulischen Partnern zeigt sich die ausgesprochene Stärke der Schule. Das „Schöller Bistro“, das von den Jugendlichen selbst bewirtschaftet wird, ermöglicht ihnen, selbstständig Erfahrungen zu sammeln und soziale Kompetenzen zu erwerben. Die „lange Nacht der Berufswelt“ und weitere vielfältige Aktivitäten zeugen von der erfolgreichen Umsetzung des schuleigenen Curriculums zur „Berufs- und Lebensreife“.

Die Jury sagt: „Die Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule verfügt über ein sehr stimmiges, am Bedarf ausgerichtetes Gesamtkonzept. Der außerordentliche Einsatz bei der Integration und Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist beeindruckend.“

Nach dem Wettbewerb geht es weiter

Alle ausgezeichneten Schulen profitieren vor allem von der Aufnahme in das länderübergreifende Netzwerk. Vier Jahre lang erhalten Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter Zugang zu zahlreichen akkreditierten Fortbildungen zur Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Das Netzwerk hat sich so zu einem Forum entwickelt, in dem sich die engagiertesten Lehrkräfte Deutschlands austauschen, weiter qualifizieren und über Bundeslandgrenzen hinweg zusammen an der Schule von morgen arbeiten.

April 2015


Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule wird 1. Landessieger in Bayern

Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die die Schulen bei der Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt leisten und wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit den Kultusministerien der Länder, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt. "Die prämierten Schulen gestalten ihre pädagogische Arbeit so, dass alle Jugendlichen zu ausbildungsreifen Persönlichkeiten werden und aktiv und selbstbestimmt am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Sie sind nicht nur Lern- sondern auch Lebensorte", lobte Ulrike Gote, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, die vor Ort die Vertretung von Landtagspräsidentin Barbara Stamm übernahm.

Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule in Nürnberg. Die Schule überzeugte die Jury unter anderem durch ihr Konzept zur Berufsorientierung, ihr starkes Netzwerk, das aus über 30 Kooperationspartnern besteht, sowie die hervorragende Elternarbeit.

Begründung der Jury – vorgetragen von Claudia Lange, Deutsche Bank Stiftung:

Besonders überzeugt hat  das Konzept zur Berufsorientierung. Das eigens erstellte schuleigene Curriculum zur Förderung der Berufs- und Lebensreife stieß auf Anerkennung. Es ermöglicht alle Erfahrungen aus dem Bereich der Berufsorientierung und Ausbildungsreife systematisch im Schulalltag umzusetzen.  Berücksichtigt werden dabei Vorgaben des Lehrplans aber auch die individuellen und regionalen Gegebenheiten der Schule und ihrer Schüler. So sieht das Curriculum einerseits Maßnahmen vor die alle Schüler betreffen,  andererseits ermöglicht es die individuelle Förderung. Schon früh setzt die Berufsorientierung  ein, denn bereits in der 5. Klasse informieren sich die Schüler und Schülerinnen über Arbeitsplätze im schulischen und familiären Umfeld. Lernen auf spielerische Weise Unternehmen wie EDEKA, das DB Museum oder das Seniorenzentrum Stiftung Mittelfränkisches Blindenheim kennen.

Bis Ende der achten Klasse erhält jeder Schüler ein passendes externes Unterstützungsangebot, das individuell für ihn entwickelt wird und  das ihn beim Übergang  von der Schule in den Beruf begleitet. Praktische Erfahrungen können die Jugendlichen  bei der Mitarbeit in den Schülerfirmen Schöllers Bistro und Schöllers Catering sammeln, wie auch bei umfangreichen Praktika bei einem der mehr als 30 Kooperationspartner der Schule.

Organisiert, begleitet und reflektiert wird der gesamte Prozess kontinuierlich durch das Team Berufsorientierung, das sich aus Schulleitung, dem SchuleWirtschaft-Experten, Teamleitung Portfolio und dem Jugendsozialarbeiter zusammensetzt.

Ein besonderes Merkmal ist der hohe Anteil von Schülern und Schülerinnen mit Migrationsgeschichte nämlich 75%. Rund 30 % der Schüler verfügen darüber hinaus nicht über ausreichend Deutschkenntnisse. Alle Jugendlichen der Schule verlassen die Schule mit einem Abschluss in der Tasche. Über 80 % starten danach eine Ausbildung im dualen System oder in Berufsfachschulen.

Auch die Elternarbeit der Schule ist herausragend. Die Schule ist der Auffassung, dass der heterogene, sozio-kulturelle Hintergrund der Familien eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern und  Erziehungsberechtigten erfordert.

Deshalb entwickelte Sie ein Konzept zur Erziehungspartnerschaft mit dem Erfolg, dass sie das Label familienfreundliche Schule führen darf. Idee des Konzepts ist es , dass die Eltern die kompetenten Begleiter ihrer Kinder auf dem Weg zur Ausbildungsreife werden. Bedingt durch den hohen Migrationsanteil setzt die Schule bei Elternabenden und dem regelmäßig stattfindenden Elterncafé Elternlotsen ein, die sprachlich unterstützen und Hilfestellung geben.

Selbst die Lehrkräfte werden in ihrer erzieherischen Arbeit durch das Curriculum zum sozialen Lernen unterstützt.

Dieses beeindruckende umfassende Engagement, die zielgerichtete Berufsorientierung, das äußerst große Netzwerk externer Partner und die hervorragende Elternarbeit überzeugten die Jury.

Einen weiteren Pressebericht finden Sie hier.


Das ist „Starke Schule“!

Um mehr jungen Menschen eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am wirtschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen, setzt „Starke Schule“ am System „Schule“ an. Das Programm verbindet einen bundesweiten Schulwettbewerb für alle allgemein bildenden Schulen, die zur Ausbildungsreife führen, mit einem länderübergreifenden Netzwerk mit umfangreichen Fortbildungsangeboten für Lehrkräfte.

Beim größten Schulwettbewerb Deutschlands werden alle zwei Jahre Schulen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für ihre Schüler einsetzen und diese ausbildungsreif machen. Anschließend sind alle ausgezeichneten Schulen für vier Jahre in ein Netzwerk aufgenommen, in dem rund 200 Siegerschulen aus allen 16 Bundesländern von- und miteinander lernen. Sie profitieren von Fortbildungen zu zentralen Themen der Organisations- und Unterrichtsentwicklung und lernen best practice und erfolgreiche Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der eigenen Schule kennen.

Viele Schulen leisten hervorragende Arbeit in einem oft sehr schwierigen Umfeld. „Starke Schule“ unterstützt Schulen sowie Lehrkräfte und 

  • schafft regionale und bundesweite Öffentlichkeit für hervorragende schulische Arbeit,

  • macht ausgezeichnete Gesamtkonzepte als best practice-Beispiele bekannt,

  • fördert die Schulentwicklung.

„Starke Schule“ gibt es bereits seit dem Jahr 1999, damals unter dem Namen „Hauptschulpreis“.

www.starkeschule.de

 



Informationen


Bundespreisverleihung am 21.04.2015
Bilder
[2015-04-28]


Kontaktdaten der Dr.-Theo-Schöller-Mittelschule
[2015-03-13]


Bilder von der Siegerehrung 2015
[2015-03-13]


Starke Schule
Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen
[2015-03-13]

Staatliches Schulamt
in der Stadt Nürnberg
Lina-Ammon-Straße 28
90471 Nürnberg
Tel.: 0911 231106-99
Fax: 0911 231106-98
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www.schulamt.info

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