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Mutterschutz in Schulen


Autor: Kuen, aktualisiert am 16.03.2015 / Hits: 746

Arbeitsmedizinische und arbeitssicherheitstechnische Betreuung der Lehrkräfte und des Verwaltungspersonals im nachgeordneten Geschäftsbereich Bildung und Kultus des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Neu gegenüber dem (nunmehr ungültigen) KMS vom 29.03.2007 ist insbesondere, dass bei schwangeren Mitarbeiterinnen, die an Grundschulen oder Grundschulstufen von Förderschulen unterrichten bzw. Verwaltungstätigkeiten ausüben, bei negativem Ringelröteln-Titer eine befristete Freistellung über 21 Tage ab dem letzten Erkrankungsfall ausreichenden Schutz bietet. Dies gilt nicht, wenn sich in der Einrichtung Vorschulkinder aufhalten. In diesem Fall ist ein Beschäftigungsverbot für die ersten 20 Schwangerschaftswochen auszusprechen. Eine Übersicht zu den geltenden Freistellungsfristen für Schwangere bei fehlender Immunität und Hinweise zur Vorgehensweise bei einer befristeten Freistellung finden Sie in dem Merkblatt am Rand rechts.

Damit der Mutterschutz an Schulen entsprechend den Empfehlungen des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sinnvoll umgesetzt werden kann, bitten wir die Schulleiterinnen und Schulleiter zu beachten, dass die Erziehungsberechtigten über die bestehenden Mitteilungspflichten bei bestimmten Infektionskrankheiten gemäß § 34 Abs. 5 Infektionsschutzgesetz zu belehren sind. Für diese Belehrung steht ein Muster des Robert Koch-Instituts zur Verfügung (Merkblatt/Belehrungsbogen des RKI).

Ergänzend sollen die Erziehungsberechtigten (z.B. in einem Anschreiben zu dem Belehrungsbogen) darum gebeten werden, der Schule Erkrankungen an Röteln, Ringelröteln und Influenza zu melden. Für diese Erkrankungen besteht zwar keine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz, jedoch ist im Hinblick auf die drohenden Risiken für Schwangere eine zuverlässige Mitteilung an die Schule von besonderer Bedeutung.

Außerdem möchten wir auf den neuen Internetauftritt zum Thema „Lehrergesundheit“ auf der Homepage des Staatsministeriumshinweisen:  http://www.km.bayern.de/lehrer/dienst-und-  beschaeftigungsverhaeltnis/lehrergesundheit.html.

Dort finden sich weitere Informationen, wie das Forschungsprojekt die Schulleiterinnen und Schulleiter bei der Umsetzung des arbeitsmedizinischen Arbeitsschutzes, insbesondere bei Meldung einer Schwangerschaft an der Schule, unterstützt. In diesem Zusammenhang hat das Forschungsprojekt auch die als Anlage 3 beigefügte und auf der Homepage  www.lehrer-gesundheitsvorsorge-bayern.de eingestellte Checkliste für die Gefährdungsbeurteilung für Schwangere entwickelt, die die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung für die Schulleiterinnen und Schulleiter vereinfachen soll.

Wir möchten nochmals ausdrücklich dazu auffordern, dass Schulleiterinnen und Schulleiter Schwangere auf die Beratungsmöglichkeit bezüglich Infektionsgefährdung über die Kontaktformulare „Schwangere“ auf der Homepage www.lehrer-gesundheitsvorsorge-bayern.de hinweisen und sie ermuntern, dieses Angebot wahrzunehmen. Auch bitten wir alle Schulleiterinnen und Schulleiter, selbst großzügig zu allen Fragen zu Mutterschutz und Arbeitsmedizin die Kontaktformulare „Schulleiter“ auf der zuvor genannten Homepage zu nutzen.

Ansprechpartnerin am Staatlichen Schulamt:


Anita Keller
Verwaltungsangestellte
Staatliches Schulamt
in der Stadt Nürnberg (Schulamt)
anita.keller@schulamt.nuernberg.de
Tel.: 0911 231-10684



Informationen


Merkblatt zur befristeten Freistellung für Schwangere ohne Immunität (73 KB) [2015-02-16]


Belehrungsbogen Infektionskrankheiten Eltern (27 KB) GEMEINSAM VOR INFEKTIONEN SCHÜTZEN
Belehrung für Eltern und sonstige... >> >

[2015-02-16]


Gefährdungsbeurteilung Mutterschutz (178 KB) Checkliste
[2015-02-16]

Staatliches Schulamt
in der Stadt Nürnberg
Lina-Ammon-Straße 28
90471 Nürnberg
Tel.: 0911 231106-99
Fax: 0911 231106-98
verwaltung@schulamt.nuernberg.de
www.schulamt.info

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